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Toji-Fest

Das Toji-Fest (Tōji) ist die japanische Feier zur Wintersonnenwende, dem kürzesten Tag des Jahres (um den 21. Dezember). Die Menschen feiern, dass die Tage ab jetzt wieder länger werden, und die Rückkehr des Lichts und des Glücks (Ichiyō Raifuku). Das Toji-Fest wird – wie viele Feste rund um den Globus – mit gemeinsamem Essen und Trinken, Geschichten und Liedern, Tanz und Musik gefeiert. In vielen Kulturen gehören zur Wintersonnenwende außerdem Kerzen und Lagerfeuer. 

Besonders am Toji-Fest ist das traditionelle Yuzu-Bad: ein Bad in heißem Wasser, in dem Yuzu schwimmen. Yuzus sind japanische Zitrusfrüchte und ein Bad mit Yuzu schützt angeblich den ganzen Winter lang vor Erkältungen. Eine Geschichte dazu lautet: 

Vor vielen hundert Jahren kam die längste Nacht des Jahres über ein Dorf und brachte einen richtig harten Frost mit. Die Bewohner*innen glaubten, in der langen Dunkelheit seien böse Geister am Werk, und sie bekamen Angst. Die Dorfältesten beteten um Schutz, und als wären ihre Gebete erhört worden, kam ein weiser alter Mönch ins Dorf gewandert. Er brachte eine goldene Yuzu-Frucht mit, die das Licht der strahlenden Sonne in sich trug, denn das hatte sie im Sommer gespeichert. Die Dorfbewohner*innen gaben die Frucht in die heißen Quellen und badeten darin. Der warme, frische Duft vertrieb alle Sorgen und Ängste der Dunkelheit des Winters. Er brachte Gesundheit, wärmte das Blut und verscheuchte alles Unglück aus dem Dorf.

Ob die Geschichte wahr ist oder nur eine Legende – ein heißes Bad mit Zitrusduft tut im Winter auf jeden Fall gut. Probiert es einmal aus! Wenn Ihr keine Badewanne zu Hause habt, kann das natürlich auch ein schönes, gemütliches Fußbad sein!

Auch das Essen beim Toji-Fest ist besonders: Man isst sieben Lebensmittel, deren japanischer Name auf „n“ endet. Das klingt ähnlich wie „un“, das japanische Wort für Glück, und soll deshalb Glück fürs nächste Jahr bringen!

Die traditionellen Lebensmittel sind diese:

  • Udon: dicke Weizennudeln
  • Kanten: Agar (Algengelatine)
  • Kinkan: Kumquat
  • Ginnan: Ginkgo-Nüsse
  • Nankin: Kürbis
  • Ninjin: Karotte
  • Renkon: Lotuswurzel

Mit ein bisschen Glück bekommt man alle diese Lebensmittel auch hier für ein Toji-Festmahl. Es zählt aber sicher auch, wenn Ihr Lebensmittel nehmt, die in anderen Sprachen auf „n“ enden. Welche fallen Euch ein?

In vielen Kulturen wird die Rückkehr der Sonne mit Lagerfeuern begrüßt. Wenn Ihr dazu keine Möglichkeit habt, schaut doch mal beim Nouruz-Fest vorbei und bastelt Euch ein ähnliches Papier-Feuer. Oder fragt eine erwachsene Person, ob Ihr Kerzen anzünden dürft. 

Auf jeden Fall könnt Ihr das Toji-Fest mit ein paar Origami-Sonnen dekorieren und damit die Wintersonnenwende feiern.

Was Ihr dafür braucht:

  • gelbes, quadratisches Papier
  • Schere
  • Kleber

1. Faltet das Papier zu einem Rechteck. 
2. Faltet das Papier wieder auf und faltet die Seiten zu der neu entstandenen Mittellinie – wie einen Schrank.

3. Faltet alles wieder auf, dreht das Papier und macht das Gleiche noch einmal. 

4. Wenn Ihr alles wieder auffaltet, sieht das Papier wie eine Schokoladentafel aus. 

5. Faltet alle Ecken zum Mittelpunkt und faltet das Papier dann wieder auf. 

6. Schneidet an allen vier Seiten das Papier entlang der Mittelfalz ein, aber nur bis zur ersten Querfalte.

7. Faltet die Ecken wieder bis zur Mitte und schlagt dabei die eingeschnittenen Spitzen unter. 

8. Faltet alle hochstehenden Ecken zu kleinen Flugdrachen. 

9. Faltet jetzt die Spitzen der Flugdrachen vorsichtig nach außen, so dass vier schmale Rauten entstehen.

10. Dreht das Papier um, faltet die Spitzen sauber um und klebt sie fest.

11. Dreht das Papier wieder um und faltet die Sonnenstrahlen nach außen. 

Geschafft! Eure Origami-Sonne darf jetzt strahlen.

 

 

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