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2_Kerzenleuchter mit Gaben

Kwanzaa Fest

Kwanzaa ist ein Fest, das in den USA von vielen Afroamerikaner*innen gefeiert wird. Es dauert sieben Tage und Nächte, vom 26. Dezember bis zum 1. Januar. Das Kwanzaa-Fest hat eine spannende Geschichte. Es ist noch ganz jung: Erst vor 60 Jahren wurde es vom Aktivisten Maulana Karenga erfunden. Es sollte ein eigenes Fest für alle Menschen werden, die sich mit Afrika verbunden fühlen, aber auf der ganzen Welt verteilt leben. Früher wurden nämlich viele Menschen aus Afrika nach Amerika verschleppt und unter grausamen Bedingungen zur Sklav*innenarbeit gezwungen. Heute ist das zum Glück verboten, aber Ungerechtigkeit gibt es leider bis heute, und Menschen mit afrikanischen Wurzeln müssen oft noch immer für ihre Rechte kämpfen. Daran soll das Fest erinnern und sie stark machen.

Das Kwanzaa-Fest wurde speziell von Menschen afrikanischer Herkunft für sie selbst entwickelt, aber die Ideen dahinter gelten für alle. Wenn Ihr Euch gemeinsam mit Menschen afrikanischer Herkunft für ihre Rechte stark machen möchtet, macht Euch über ihre Kultur schlau. Vielleicht möchtet Ihr auch ein paar Kwanzaa-Bräuche zu Hause selbst ausprobieren. Wenn Ihr das mit Respekt tut, ist es ganz im Sinne des Festes.

Was bedeutet Kwanzaa?

Das Wort „Kwanzaa“ stammt aus dem Swahili und kommt von „matunda ya kwanza“, das bedeutet „erste Früchte“. Kwanzaa knüpft damit an die Erntefeste an, die in vielen afrikanischen Ländern gefeiert werden.

Wie wird Kwanzaa gefeiert?

In jeder der sieben Nächte der Kwanzaa-Feier wird eine Kerze in einem speziellen Kerzenständer (Kinara) angezündet: eine schwarze, drei rote und drei grüne. Die Kerzen heißen Mishumaa Saba (Sieben Kerzen). Ihre Farben stehen für die panafrikanische Flagge, die Flagge der Menschen afrikanischer Herkunft auf der ganzen Welt.

Jeder Tag und jede Kerze haben ein bestimmtes Motto (von links nach rechts):

  • Ujamaa (gemeinsames Wirtschaften)
  • Kujichagulia (Selbstbestimmung)
  • Kuumba (Kreativität)
  • Umoja (Einigkeit)
  • Ujima (Zusammenarbeit und Verantwortung)
  • Nia (Zielstrebigkeit)
  • Imani (Glaube)

Zum Kerzenständer (Kinara) gehören noch weitere Elemente:

  • Mkeka: Unterlage, auf der alles drapiert wird
  • Mahindi: Mais (Maiskolben)
  • Kikombe cha Umoja: Kelch der Einheit
  • Zawadi: Geschenke
  • Mazao: Früchte oder Gemüse

Während der Kwanzaa-Tage wird das Haus schön dekoriert, mit bunten Stoffen und Kunstgegenständen aus verschiedenen afrikanischen Traditionen. Man gedenkt der Vorfahr*innen und spricht aus, wofür man dankbar ist. Es gibt Musik, Geschichten und Diskussionen über das Tagesmotto. Als Deko könnt Ihr zum Beispiel eine Dankbarkeits-Wimpelkette in den Kwanzaa-Farben basteln. Eine Anleitung findet Ihr hier. 

Man wünscht sich „Happy Kwanzaa!“ (auf Deutsch: „Frohes Kwanzaa!“). Am sechsten Tag, dem 31. Dezember, gibt es ein großes Festmahl, das Karamu heißt.

Kwanzaa-Kerzen einfärben

Wenn Ihr Euch ein bisschen Kwanzaa-Stimmung nach Hause holen möchtet, könnt Ihr einen Kinara-Leuchter mit den Mishumaa-Saba-Kerzen improvisieren.

 

Was Ihr dafür braucht: 

Und weil wir mit Kerzen arbeiten, braucht Ihr auch die Erlaubnis und Unterstützung einer erwachsenen Person.

1. Zündet die Extra-Kerze an und stellt sie auf eine Bastelunterlage. Nehmt Euch als Erstes die schwarze Wachskreide und haltet sie kurz in die Flamme, so dass das Wachs weich wird. 

2. Bevor es tropft, tupft Ihr damit einen Punkt auf das Teelicht. Das macht Ihr ein paar Mal, bis das Teelicht mit schwarzen Wachspunkten verziert ist. 

3. Das gleiche macht Ihr mit den anderen beiden Farben, so dass Ihr insgesamt ein schwarzes, drei grüne und drei rote Teelichter habt. 

4. Druckt die Vorlage aus und klebt sie ans Fensterbrett. Stellt dann die Teelichter an ihre Positionen darüber: das schwarze in die Mitte, die roten nach links und die grünen nach rechts. Die Teelichter werden heiß, achtet also darauf, dass die Unterlage feuerfest ist.

 

 

Und dann dürft Ihr jeden Tag ein Teelicht anzünden.

Happy Kwanzaa! 

 

 

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